Thriller Rezension: Alleine bist du nie von Clare Mackintosh

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Hier meine Bewertung zum Psychothriller „Alleine bist du nie“ von Clare Mackintosh, der jetzt ganz neu im Januar 2017 bei Bastei Lübbe erschienen ist.

Zu Beginn der Geschichte erleben wir Zoe Walker auf der Heimfahrt in der Bahn. Am Ende ihrer Zeitungslektüre entdeckt sie plötzlich zufällig ihr eigenes Bild bei einer rätselhaften Kontaktanzeige.

Dann springt die Geschichte zu Kelly Swift. Es wird erzählt, wie sie in der Central Line unterwegs ist, aufmerksam die Menschen beobachtet und dann am Ende ihres Arbeitstages nach kurzer Verfolgungsjagd einen Flüchtigen verhaftet.

Im nächsten Kapitel folgen dann in abgesetzter Schrift die Beobachtungen von Mitfahrern in der Bahn, wiederum aus einer anderen Perspektive. Heimlich macht der Akteur eine Aufnahme einer Mitfahrerin. Aufgrund seiner schon länger andauernden akribischen Beobachtungen kennt er sie erschreckend genau.

Die drei wechselnden Erzählstränge werden fortgesetzt. Mit der Situation in den Öffentlichen kann ich mich ganz gut identifizieren, da ich sie auch jahrelang benutzt habe. Das Zusammenleben von Zoes Patchworkfamilie mit ihrem Partner Simon und den erwachsenen Kindern Katie und Justin wird sehr aktuell und authentisch beschrieben. Zoe ist mir mit ihrem chaotischen, stressigen Leben spontan sympathisch.

Dann klärt sich auf, dass sich Zoe und Kelly aus ihrer Arbeit bei einer Spezialeinheit kennen. Es geht um eine weitere Frau, deren Foto unfreiwillig unter den Kontaktanzeigen in der Zeitung gelandet ist.

Dann nimmt die Geschichte deutlich an Fahrt auf und die Zusammenhänge werden klarer. Die Kapitel in anderer Schrift aus Sicht eines Täters sind unheimlich und gruselig, man ahnt böses. Die Ermittlungen sind spannend zu verfolgen. Immer wieder verlaufen Spuren im Sand. Man fiebert mit und grübelt, ob der Täter einer der bekannten Protagonisten sein könnte.

Mit Zoe und Kelly kann ich mich sehr gut identifizieren. Dieses Patchworkfamilienleben und die Teile um Kellys Zwillingsschwester sind sehr realitätsnah dargestellt. So kann man sich Polizeiarbeit sehr gut vorstellen.

Immer wieder wird das interessante Thema aufgegriffen, wie unterschiedlich Opfer mit dem jeweiligen Tatgeschehen hinterher umgehen und was das für Ermittlungen bzw. eine Anklage bedeutet.

Zoe verdächtigt auch immer wieder Menschen aus ihrem Umfeld, aber da ist sie zunächst nur halbherzig in der Recherche. Doch dann gehen sie und Katie es konsequent an und die Geschichte nimmt eine plötzliche Wendung. Die Geschichte reißt einen mit und man muss zügig weiterlesen. Ein irrsinniges Spiel mit drastischem Ende nimmt seinen Lauf. Nach dem dramatischen Show Down müssen die Ermittlungen noch abgeschlossen werden. Es folgt ein logisch gut durchdachtes Ende. Der Epilog öffnet einem jedoch noch mal die Augen und man bleibt mit einem gruseligen Gefühl zurück.

Die Ermittler Nick und Lucinda können als Nebenfiguren besonders überzeugen.

Eine Geschichte mit einer sehr außergewöhnlichen Grundidee.

Das Buch passt mit seinem winterlichen Setting sehr gut in die jetzige Jahreszeit.

5 von 5 Punkten

Inhalt:

Zoe Walker führt ein komplett durchschnittliches Leben in einem Londoner Vorort: Sie ist geschieden, hat zwei Kinder und einen langweiligen Job. Eines Tages entdeckt sie auf dem sonst so ereignislosen Heimweg ein Foto von sich in der U-Bahn, daneben eine ihr unbekannte Telefonnummer. Bloß eine harmlose Verwechslung? Zoe ahnt, dass es hier um mehr gehen muss. Doch noch weiß sie nicht, in welcher Gefahr sie schwebt – und wie bald sie alles zu verlieren droht, was sie liebt –

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