Rezension: Belgravia von Julian Fellowes

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Hier meine Bewertung zum Roman „Belgravia“ von Julian Fellowes

Das Buch beginnt in Brüssel im Jahr 1815. Der achtzehnjährigen Unternehmerstochter Sophia Trenchard ist es gelungen von ihrem Verehrer Lord Edmund Bellasis eine Einladung für den bekannten historischen Ball der Duchess of Richmond zu ergattern, der am Vorabend der berühmten Schlacht von Waterloo stattfand. Ihre Mutter Anne, die wohl die geschäftlichen Erfolge ihres Mannes zu schätzen weiß, glaubt aber nicht an einen möglichen gesellschaftlichen Erfolg ihrer Familie und warnt ihre Tochter vor falschen Hoffnungen. Doch Sophia glaubt an den Anstand und die Ernsthaftigkeit ihres Verehrers. Doch Edmunds Familie ist entsetzt, als sie entdecken, dass Edmund mit den Karten die Familie des Lieferanten der Armee eingeladen hat. Aber Sophia lässt sich nicht beirren, sie ist liebestrunken und ehrgeizig. Am späten Abend reißen die Nachrichten über den Vormarsch Napoleons die Gesellschaft auseinander, die Männer müssen unter Wellington sofort in die Schlacht zeihen. Trotz des später errungenen Sieges ist Lord Bellasis unter den Gefallenen. Sophia ist untröstlich.

Im nächsten Kapitel springt die Geschichte dann ins Jahr 1841 nach London. Die Dowager Duchess of Richmond, ihre Schwester Lady Brockenhurst und Anne treffen sich zufällig bei einem Tee wieder. Wir erfahren, dass Sophia wenige Monate nach der Schlacht ebenfalls verstorben ist, aber das Zusammentreffen mit Lord Bellasis nicht folgenlos war. Sie hat einem Sohn das Leben geschenkt, der an eine Pfarrersfamilie weggegeben wurde. Als das droht publik zu werden, hat Mrs Trenchard nur Angst dass ihr Ruf leiden wird aber Lady Brockenhurst ist über das Auftauchen eines Enkels entzückt und will es am liebsten in die Welt hinaus schreien.

Bei der ersten Begegnung zwischen dem unehelichen Sohn Charles Pope und der Verlobten des Erben der Bellasis Maria Grey wird sehr schön beschrieben wie eine spontane Liebe entsteht. Charles traut sich nicht recht an Maria ran, da sie gesellschaftlich weit über ihm steht und auch bereits einem anderen versprochen ist.

Lady Templemore und Oliver Trenchard versuchen Charles Erfolge und die junge Liebe zu torpedieren, während John Bellasis eine Möglichkeit zur Erpressung wittert. Die Verwicklungen und Intrigen die daraus resultieren machen die Geschichte sehr kurzweilig und spannend.

Zum Ende spitzt sich die Geschichte dramatisch zu aber dann können alle Verwicklungen aufgelöst werden und die junge Liebe bekommt eine Chance.

Ein sehr schöner und unterhaltender historischer Liebesroman. Der Vergleich mit der Serie Downton Abbey ist aber etwas schwierig. Das Buch Belgravia spielt zu einer anderen historischen Zeit, mit zum Teil doch anderen Umständen und Gepflogenheiten und es gibt nicht so umfangreiche und eigenständige Geschichten um die Bediensteten. Aber sonst muss sich das Buch wirklich nicht verstecken, es ist ein sehr gelungener Roman.

4,5 von 5 Punkten.

Inhalt:

Belgravia beginnt am Vorabend der Schlacht von Waterloo, dem 15. Juni 1815, als in Brüssel die Herzogin von Richmond einen prächtigen Ball für den Herzog von Wellington gibt. Kurz nach Mitternacht kommt die Nachricht, dass Napoleon unerwartet die Grenze überschritten hat. Wellington und seine Truppen müssen umgehend in die Schlacht ziehen. Eingeladen zum Ball sind auch die Trenchards, die durch Geschäfte mit der Armee reich geworden sind. Auf ihre schöne Tochter Sophia hat Edmund Bellasis, der Sohn und Erbe einer der prominentesten Familien des Landes, ein Auge geworfen. Nach diesem Abend wird nichts mehr so sein wie zuvor. Fünfundzwanzig Jahre später werden die beiden Familien noch immer von dem dunklen Geheimnis verfolgt, das am Vorabend der Schlacht von Waterloo seinen Anfang nahm.

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3 Antworten zu Rezension: Belgravia von Julian Fellowes

  1. Henrik schreibt:

    Hallo!

    Deine Rezension gefällt mir. Du beleuchtest die Charaktere sehr ausführlich und bist, was den Vergleich zu Downton Abbey angeht, ziemlich meiner Meinung. Trotzdem bietet deine Rezension noch mal ein ganz andern Blick auf das Buch. Das freut mich sehr, dass die Wahrnehmungen immer wieder so unterschiedlich sind. 🙂

    Liebe Grüße
    Henrik

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  2. monerl schreibt:

    Halli hallo!
    Auch eine schöne Rezension zu dem Buch! Ich denke, ich werde es auch lesen. Bin zur Zeit auf dem Histo-Tripp. 😉 Interessant, dass mir das Buch bisher noch nirgendwo aufgefallen ist.
    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende!
    GlG vom monerl

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