Krimi Rezension: Sea Detective: Ein Grab in den Wellen von Mark Douglas-Home

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Meine Bewertung zum Kriminalroman „Sea Detective: Ein Grab in den Wellen“ von Mark Douglas-Home, erschienen im Rowohlt Taschenbuch Verlag im Januar 2017.

Zu Beginn des Buches werden die zwei indische Mädchen Basanti und Preeti im Alter von 13 Jahren von ihren Eltern in die Sexsklaverei verkauft. Die Familien denken, dass sie nach einigen Wochen heimkehren werden, wenn man ihrer überdrüssig geworden ist. Aber das ist ein großer Irrtum. Sie werden nach Übersee verschleppt. Die beiden kümmern sich rührend umeinander, aber dann werden sie getrennt. Der jahrelange Leidensweg des einen Mädchens endet im Meer. Basanti kann sich eines Tages befreien und flüchtet in eine ihr unbekannte Welt. Doch der Wunsch nach Rache treibt sie voran und sie stellt sich tapfer dem Erlebten und ihren Gegnern.

Cal McGill ist Meeresbiologe und Umweltaktivist. Er wird nach dem Eindringen in den Garten eines Ministers von der Polizei gestellt. Dort wollte er durch das Pflanzen einer Weißen Silberwurz auf den kommenden Klimawandel hinweisen. Er verdient sich seinen Lebensunterhalt mehr oder weniger durch strömungswissenschaftliche Untersuchungen für Umweltverbände. Er spürt den Weg von Treib- und Strandgut auf. Durch seine Verhaftung begegnet er Detective Helen Jamieson von der Polizei Edinburgh.

Der Autor Mark Douglas-Home nimmt sich Zeit die beiden Hauptcharaktere Cal und Helen auszugestalten, auch Nebencharaktere wie Cals Ex-Frau Rachel und Helens ungeliebter leitender Ermittler Ryan werden eingeführt. Es gibt eine Nebengeschichte über Cals im Krieg gefallenen Großvater. Der eigentliche Fall ist bis zur Mitte des Buches nicht dominierend. Es werden vielmehr das Umfeld und die Rahmenhandlung aufgebaut.

In der zweiten Hälfte des Buches „Sea Detective: Ein Grab in den Wellen“ tritt dann der Fall um den Mädchenhandel weiter in den Vordergrund. Das Schicksal der beiden indischen Mädchen Basanti und Preeti geht heftig ans Herz.

Gegen Ende spitzt sich die Geschichte dramatisch zu. Der Fall um die indischen Mädchen wird aufgeklärt und es kommt für Cal zu einem gewagten Show Down.

Dieser Kriminalroman dreht sich um drei miteinander verwobene Geschichten. Zum einen gibt es die Handlung um die angespülten Füße, dann die Ereignisse um das indische Mädchen Basanti und eine, das ganze Buch durchziehende, Geschichte um den geheimnisvollen Tod von Cals Großvater, der im Krieg auf dem Meer geblieben ist.

Von der Ausbildung und beruflichen Tätigkeit her ist Cal sicher ein außergewöhnlicher Held. Er hat einen Hintergrund, der so wohl noch nicht oft aufgegriffen wurde.

Es ist ein ernsthaftes, nachdenkliches Buch, relativ ruhig erzählt. Das Erlebte der armen Mädchen setzt einem trotzdem ganz schön zu. Man lässt sich von der Geschichte mitnehmen und folgt den Entwicklungen interessiert.

Ich bin schon gespannt, in welcher Konstellation diese neue Reihe wohl fortgesetzt wird.

Das Cover und der dreidimensionale Schriftzug passen gut zum Buchinhalt.

4,5 von 5 Punkten

Inhalt:

Cal McGill ist Meeresbiologe. Seine Spezialität: per Computer die Route von Gegenständen im Wasser zu verfolgen, um Umweltsünder zur Strecke zu bringen. Doch bei seinem Einsatz für die Natur überschreitet der Sea Detective bisweilen legale Grenzen: Als er in den Gärten hochrangiger Politiker Weißen Silberwurz pflanzt, um auf den Klimawandel hinzuweisen, nimmt man ihn fest. Detective Helen Jamieson von der Polizei Edinburgh kommt der sympathische junge Mann gerade recht. Denn vor der Küste wurden kurz zuvor zwei abgetrennte Füße entdeckt. Bei ihren Recherchen stoßen Cal und Helen auf ein Netz aus Korruption, Ausbeutung und Menschenhandel. Und auf ein indisches Mädchen, das sie vielleicht noch retten können.

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2 Antworten zu Krimi Rezension: Sea Detective: Ein Grab in den Wellen von Mark Douglas-Home

  1. Huhu und eine schöne Rezension! Jedoch glaube ich nicht das es am Ende ein passendes Buch für mich wäre, aber fein das es dich überzeugen konnte.

    Liebe Grüße & einen mukkeligen Sonntag dir!

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