Rezension: Glücksmädchen von Mikaela Bley

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Hier meine Bewertung zum Psychothriller „Glücksmädchen“ von Mikaela Bley, gerade im Februar 2017 neu erschienen bei Ullstein Taschenbuch.

Zunächst gibt es einen geheimnisvollen Prolog, aber dann ist man mit dem ersten Kapitel auch gleich in den Geschehnissen drin. Ellens nächster Fall als Kriminalreporterin ist der des verschwundenen achtjährigen Mädchens Lycke. Dieser Fall wühlt sie persönlich besonders auf, da vor acht Jahren auch ihre Zwillingsschwester spurlos verschwand. Statt sich auf die reine Berichterstattung zu konzentrieren, versucht sie teilweise selber die Suche bzw. die Ermittlungen voran zu bringen.
Die Polizei kann keine Fortschritte aufweisen und ist wenig hilfreich. Ellen hat selber so einige Ansätze, verdächtigt zum Teil auch die Familienangehörigen und versucht im direkten Kontakt zu ihnen mehr zu erfahren.

Die Geschichte wird aus den vier Perspektiven von Ellen, der Mutter Helena, der Stiefmutter Chloé und dem Kindermädchens Mona erzählt. Die Kapitel sind mit dem jeweiligen Vornamen und der Uhrzeit überschrieben, so kann man sich gut orientieren.

Man kann sehr gut nachvollziehen, wie aufreibend und verwirrend das alles für Ellen sein muss, aber sie hat sich an dem Fall festgebissen. Die Geschichte wird recht nüchtern, ernst aber trotzdem temporeich und fesselnd erzählt.

Erst ganz kurz vor Ende des Buches kommt Ellen mehr oder weniger zufällig auf den wahren Täter im Fall um das Mädchen Lycke. Auch zum damaligen Tod ihrer Zwillingsschwester kommt es zu einer entscheidenden Aussprache und auch die schwierigen Verhältnisse zu ihrem Chef Redakteur werden klarer. Am Ende ist nicht ganz klar, wie in der Konstellation daraus eine Serie entwickelt werden soll. Auch wenn die Autorin Mikaela Bley mit Ellen eine durchaus sympathische und nachvollziehbare Figur entwickelt hat.

Die Klärung des Falles Lycke steht im Buch „Glücksmädchen“ nicht im Vordergrund. Es ist eher eine dramatische Familiengeschichte als ein Psychothriller, aber trotzdem intensiv und spannend. Das Buch bietet ernüchternd trübe Blicke auf menschliches Zusammenleben.

Das Buch „Glücksmädchen“ von Mikaela Bley hat zudem ein schönes, passendes dreidimensionales Cover.

4,5 von 5 Punkten

Inhalt:

Ellen Tamm ist besessen vom Tod, seit ihre Zwillingsschwester vor acht Jahren starb. Sogar während ihrer Arbeit verfolgt sie der Verlust: Sie ist Kriminalreporterin bei einem Stockholmer Fernsehsender und sucht sich mit Absicht die schlimmsten Fälle aus. Als könne sie damit den Tod überwinden und die Trauer aus ihrem eigenen Leben verdrängen. Dann verschwindet an einem kalten, verregneten Tag die achtjährige Lycke spurlos. Ellen soll über den Fall berichten. Aber mit einem Mal funktionieren ihre Abwehrmechanismen nicht mehr. Es ist, als hätte sie ihre Zwillingsschwester erneut verloren. Panisch sucht sie nach Lycke. Kann sie das Mädchen retten und endlich Frieden finden?

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