Rezension: The Mother’s Promise von Sally Hepworth

Hier meine Bewertung zum Frauenroman „The Mother’s Promise“ (Englisch) von Sally Hepworth, erschienen im Februar 2017 bei St. Martin’s Press.

Alice Stanhope und ihre 15-jährige Tochter Zoe stehen ganz alleine in der Welt. Zoes Vater spielt keine Rolle und der Bruder von Alice ist Alkoholiker. Sonst gibt es niemanden, der ihnen in einem Notfall zur Seite stehen könnte. Die 40-jährige Alice ist beim Arzt und bekommt zunächst gar nicht wirklich mit, dass man ihr versucht schonend eine harte Diagnose beizubringen. Ihre Gedanken schweifen ständig zu ihrer Tochter Zoe ab. Sie fragt sich, ob sie wohl einen guten Tag an der Schule habeb wird. Sie versteht erst beim vierten Anlauf, was der Arzt und die Schwester ihr versuchen zu erklären. Sie hat Eierstockkrebs und muss kurzfristig operiert werden und wird später eine Chemo benötigen.

Kate ist Krankenschwester und auf die Begleitung von Krebspatienten spezialisiert. Aus ihrer Sicht sieht es bei Alice fehlender Reaktion zunächst nach einem schweren Fall von Verleugnung aus. Sie denkt Alice braucht dringend Unterstützung und Begleitung bei dem was vor ihr liegt, aber Alice wiederum kann nur an Zoe denken und dass ihre Tochter jemanden brauchen wird. Kate denkt spontan, dass sie versuchen will Alice in der Behandlung eine Art mütterliche Unterstützung zu sein.

Kate, selber Mitte dreißig, zieht als zusätzliche Unterstützung noch die Sozialarbeiterin des Krankenhauses Sonja dazu, sie ist in den Fünfzigern. Es stellt sich heraus, dass alle drei Frauen ein hartes Schicksal haben, auch wenn auf sehr unterschiedliche Weise. Kate hat gerade nach der dritten künstlichen Befruchtung wieder eine Fehlgeburt erlitten und Sonja kämpft damit, dass ihr Ehemann teilweise sexuell aggressiv ist.

Zoe leidet unter einer ausgeprägten sozialen Angststörung. Ihre Ängste verhindern auch jede Therapie, sie kann keine Tabletten nehmen und Therapiesitzungen erträgt sie auch nicht. Sie hat diese Probleme seit sie mit fünf mit der Vorschule begonnen hat.

Für Mutter und Tochter beginnt ein Kampf ums Durchkommen, ums Überleben.

Als kleiner Lichtblick erlebt man in diesem Buch, dass auch eine krebskranke mit den Tod ringende Frau noch Erlebnisse und besondere Ereignisse haben kann.

Zum letzten Viertel des Buches tritt dann eine ungeahnte heftige Verwicklung auf, die die Geschichte zusätzlich spannend macht. Wie soll das zu einem guten Ende aufgelöst werden?!

Zum Ende des Buches The Mother’s Promise von Sally Hepworth stehen einem die Tränen in den Augen. Aber das Buch hat auch die Botschaft, dass selbst aus Unsäglichem noch etwas Positives entstehen kann. Schön dass ALice im klinischen und familiären Umfeld doch so umsorgt wurde. Es ist tröstlich, dass es in dieser Geschichte so viel Bewusstsein für den Betroffenen Menschen gibt.

Für mich waren alle Figuren sehr menschlich und nachvollziehbar dargestellt. Zoe ist trotz ihrer Ängste ein starker, entschlossener und bewundernswerter Charakter. Ein wertvolles, intensives Buch der Frauenliteratur, das einen auch nach dem Ende sicher noch einige Zeit begleitet.

5 von 5 Punkten

Inhalt:

All their lives, Alice Stanhope and her daughter, Zoe, have been a family of two, living quietly in Northern California. Zoe has always struggled with crippling social anxiety and her mother has been her constant and fierce protector. With no family to speak of, and the identity of Zoe’s father shrouded in mystery, their team of two works—until it doesn’t. Until Alice gets sick and needs to fight for her life.

Desperate to find stability for Zoe, Alice reaches out to two women who are practically strangers but who are her only hope: Kate, a nurse, and Sonja, a social worker. As the four of them come together, a chain of events is set into motion and all four of them must confront their sharpest fears and secrets—secrets about abandonment, abuse, estrangement, and the deepest longing for family. Imbued with heart and humor in even the most dismal moments, The Mother’s Promise is an unforgettable novel about the unbreakable bonds between mothers and daughters and the new ways in which families are forged.

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