Rezension: Good as Gone: Ein Mädchen verschwindet. Eine Fremde kehrt zurück. von Amy Gentry

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Hier meine Bewertung zum Thriller „Good as Gone: Ein Mädchen verschwindet. Eine Fremde kehrt zurück.“ von Amy Gentry, frisch im März 2017 erschienen bei Bertelsmann.

Im Prolog erleben wir aus Janes Sicht die nächtliche Entführung ihrer 13-jährigen Schwester Julie aus dem elterlichen Haus.

Dann springt die Geschichte um 8 Jahre und wir begleiten Julies Mutter in ihrer Welt nach dem Verschwinden ihrer ältesten Tochter. Sie lebt seitdem in einer Art Vorhölle und geht davon aus, dass ihre Tochter kurz nach der Tat ermordet wurde.

Als sie Abends mit ihrem Mann und der Tochter Jane das Abendessen beginnen wollen, klingelt es an der Türe und als sie öffnet, sinkt ihr Julie ohnmächtig vor die Füße. Nach einem kurzen Aufenthalt im Krankenhaus und der Befragung durch die Polizei darf sie mit nach Hause. Es stellt sich heraus, dass sie nur dehydriert und ausgehungert war. Über ihr Schicksal erfährt ihre Mutter nur, dass sie vor über 6 Monaten noch sexuell missbraucht wurde.

Man ist zunächst von der Geschichte sofort gefesselt und stellt nach dem Covertext gleich Vermutungen an, was mit Julie wohl in Wirklichkeit in den 8 Jahren geschehen ist.

Im Laufe der Geschichte dringt man dann kapitelweise immer weiter in Julies Vergangenheit zurück. Immer abwechselnd mit einem Kapitel, das in der Gegenwart spielt, quasi zwiebelschalenartig, von Zeitsprung zu Zeitsprung. Interessanter Geschichtsaufbau.

Wie bei einer historischen Ausgrabung begibt man sich Schicht für Schicht in die düstere Vergangenheit, dabei muss man sich ziemlich konzentrieren um bei den vielen wechselnden Beteiligten und Zeitebenen nicht den Faden zu verlieren, aber dadurch bleibt es auch spannend.

Schlussendlich war mir das Buch aber zu verwirrend und am Ende werden für mich persönlich nicht alle offenen Punkte zufriedenstellend aufgeklärt. Was ist genau mit Charlotte geschehen?!

Ein spannender Anfang und interessanter Geschichtsaufbau, aber dann wurde das Potenzial leider verschenkt.

3 von 5 Punkten.

Inhalt:

Tom und Anna haben das Schlimmste erlebt, was sich Eltern vorstellen können: Ihre 13-jährige Tochter Julie wurde entführt, alle Suchaktionen waren vergebens, die Polizei hat den Fall längst zu den Akten gelegt. Acht Jahre später taucht plötzlich eine junge Frau auf und behauptet, die vermisste Tochter zu sein. Die Familie kann ihr Glück kaum fassen. Doch schon bald spüren alle, dass die Geschichte der Verschwundenen nicht aufgeht. Anna hegt einen furchtbaren Verdacht. Sie macht sich auf die Suche nach der Wahrheit über die junge Frau, von der sie inständig hofft, dass es ihre Tochter ist, die ihr gleichzeitig aber auch fremd erscheint und das gesamte Familiengefüge gefährlich ins Wanken bringt …

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2 Antworten zu Rezension: Good as Gone: Ein Mädchen verschwindet. Eine Fremde kehrt zurück. von Amy Gentry

  1. laberladen schreibt:

    Ich bin gerade mitten im Hörbuch und bisher gefällt mir der Aufbau sehr gut. Ich mag es, wie man aktuell die Familie beobachtet und gleichzeitig in „Julies“ Vergangenhet zurückreist. Ich hoffe, ich bin glücklicher als Du mit dem Schluss, denn wenn Dinge offen bleiben, gefällt mir das genauso wenig wie Dir.

    LG Gabi

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