Romance Rezension: A Lady’s Code of Misconduct von Meredith Duran

Hier meine Bewertung zur Romance „A Lady’s Code of Misconduct“ von Meredith Duran.

Nach einer schweren Kopfverletzung und 5 Tagen Koma erwacht Crispin wider erwarten, die Ärzte hatten ihn schon aufgegeben. Er kommt in einem Alptraum zu sich, seine Eltern und das Stadthaus sind völlig verändert, er kann sich an die letzte Zeit nicht erinnern und eine ihm unbekannte junge Frau behauptet seine Ehegattin zu sein.

Drei Monate zuvor wird Jane Zeugin eines politischen Streits zwischen Crispin und ihrem Onkel. Crispin plant neuer Premierminister zu werden und sammelt oder kauft die Unterstützter für diesen Plan. Nach dem Tod vorzeitigen Tod ihrer Eltern lebt sie bei ihren Onkel, dessen Familie gut von der Vermögensverwaltung von Janes Erbe lebt. Junge heiratswillige Männer werden ihr nie vorgestellt, da man diesen wohlsituierten Zustand nicht verlieren will. Wobei ihre Bekanntschaft zu Crispin nicht zählt, da er sowieso nicht als achtbarer Gentleman gilt. Sie erlebt ihn bei seinen Besuchen im Haus als mächtig, kalt und rücksichtslos. Sie hält ihn und ihren Onkel für Monster. Ihr Onkel finanziert seine politischen Ambitionen quasi mit ihrem Geld.

Schon in der folgenden Nacht flüchtete sie wie geplant trotz Sturm und Regen aus dem Haus ihres Onkels. Der ältliche Stallmeister hat zugestimmt mit ihr nach London durch zu brennen. Sie braucht nur zu heiraten um die Kontrolle über ihr Erbe zu erhalten, das bislang Ihr Onkel verwaltet, wahrscheinlich soll sie nach seinem Plan ihren entsetzlichen Cousin heiraten, damit das Geld in der Familie bleibt. Doch am Treffpunkt lauert ihr stattdessen Crispin auf. Er verrät ihr, dass ihr Onkel plant, sie mit ihren Cousin zu erwischen so dass sie entwürdigt ist und ihn heiraten muss. Als sie Crispin Geld anbietet um ihr zu helfen fordert er stattdessen, dass sie für ihn im Haushalt ihres Onkels spioniert, da sie in letzter Zeit in ihren politischen Diskussionen zunehmend uneins sind.

Jane findet Crispin kühl und berechnend aber auch intelligent und charmant.Sein Aussehen zieht sie an, aber gleichzeitig verabscheut sie seinen Charakter. Am vergangenen Abend ist sie ihm erstmals aufgefallen, vorher hat sie sechs Jahre lang perfekt die dumme, unaufmerksame, duldsame gespielt, aber jetzt erkennt er ihre Intelligenz und ihren unbeugsamen Willen. Sie will mit ihrem Erbe dann den Armen helfen. Hierin ist sie ganz gegensätzlich zu Crispin, der korrupt und unmoralisch ist.

Nach seinem Unglück hat sie sich als seine just Angetraute ausgegeben, um ihren Onkel zu entkommen und wird überraschenderweise von seiner Familie ganz selbstverständlich und liebevoll aufgenommen. Sie planen gemeinsam einen Ball, der Crispins plötzliche Eheschließung und anschließende Erkrankung in ein positives Licht setzen soll.

Ich liebe solche Romane, in denen die Partner zunächst sogar nicht zusammen passen oder keine gemeinsame Zukunft haben können und die Autorin es doch schafft eine glaubhafte Entwicklung zur Liebe hin zu beschreiben.

Jane entdeckt, dass er nach dem Unglück völlig verändert ist. Er geht freundlich und humorvoll mit ihr um. Doch sie denkt, das in ihm irgendwo auch noch dieser andere Crispin von früher sein muss und wieder hervor brechen wird.

Sie erkennt, dass man ihn als das schwarze Schaf der Familie sieht. Der verderbte jüngere Sohn, dessen Fehler nur die Qualitäten des Erben betonen. Sein älterer Bruder hält gar nichts von seinen politischen Machenschaften.

Meredith Duran beschreibt die Entwicklung der Gefühle nachvollziehbar und einfühlsam. Man erhält Einblicke in die menschliche Motivation und Denkweisen. Langsam entsteht eine sanfte, vorsichtige Zärtlichkeit zwischen den beiden. Man kann dem folgen, denn dieser andere Crispin ist sympathisch und überzeugend in seinen so anderen Ansichten.

Das Buch enthält viele gut durchdachte, intelligente Gespräche zwischen Jane und Crispin. Sie ist auf ihre Art eine mutige Frau, die Respekt verdient.

Dann kommt es zum letzten Drittel des Buches „A Lady’s Code of Misconduct“ zu einer spannenden Zuspitzung der Situation. Zum Schluß kommt es zum erhofften Happy End, dass mich aber damit, dass sich dann alles doch relativ einfach in Wohlgefallen auflöst, nicht ganz überzeugen konnte.

Ein ernster, vielschichtiger und tiefgründiger historischer Liebesroman im damaligen politischen Leben Englands.

4,5 von 5 Punkten

A DEAL WITH THE DEVIL…
Trapped in the countryside, facing an unwanted marriage and the theft of her fortune, Jane Mason is done behaving nicely. To win her freedom, she’ll strike a deal with the most dangerous man she knows—a rising star in politics, whose dark good looks mask an even darker heart.

…NEVER GOES TO PLAN.
The bitter past has taught Crispin Burke to trust no one. He’ll gladly help a lovely young heiress, provided she pays a price. Yet when a single mistake shatters his life, it is Jane who holds the key to his salvation. And in a world that no longer makes sense, Crispin slowly realizes that she may be the only thing worth fighting for…

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