Rezension: Heart on the Line von Karen Witemeyer

Hier ist meine Bewertung für den historischen, christlichen Liebesroman „Heart on the Line“ (Englisch) von Karen Witemeyer, im Juni veröffentlicht von Bethany House Publishers.

Der Prolog des Buches findet im Januar 1894 in Denver Co statt. Grace Mallory ist dort Funkerin in einer Morsestelle. Ihr Vater hat gerade Beweise gefunden, dass Chaucer Haversham eine Halbschwester hat und somit nicht der Erbe der örtlichen Minengesellschaft ist. Bei dem Versuch die Beweise an einen vertrauenswürdigen Detective zu übergeben wird er erschossen und Grace flüchtet mit den Dokumenten. Man ist gleich in der Handlung drin und Vater und Tochter sind mit ihrem Versuch Unrecht zu verhindern und einen verstorbenen Freund zu ehren, spontan sympathisch. Außerdem ist Grace mit ihren Beruf als Funkerin zur damaligen Zeit selten und modern.

Dann springt das Buch zeitlich in den Spätherbst desselben Jahres nach Denison Texas. Wir lernen Amos Bledsoe kennen, ebenfalls Morsefunker. In den allabendlich erlaubten freien Kommunikationzeiten hat er die geheimnisvolle Miss G kennen und schätzen gelernt. Sie ist seine Gegenstelle von Harpers Station, einer Frauenansiedlung. Amos ist sehnsüchtig auf der Suche nach einer Lebenspartnerin. Von der örtlichen Frauenwelt wird er eher nicht ernst genommen, da er ganz verrückt auf das neumodische Radfahren ist. Amos freut sich jeden Tag auf den späten Austausch, weiß aber sonst bislang wenig Persönliches von Miss G.

Grace freut sich genauso auf die Abende, da sie gerne die Geschichten über seine Familie hört. Sie kann dabei eine zeit lang ihre Trauer und Furcht vergessen. Für sie ist er der Mann, der sie zum Lachen bringt und ihre Einsamkeit vertreibt. Amos hat sich die liebevollen Frotzeleien seiner Schwester zu Herzen genommen und erzählt Grace eines Abends mit all seinem Mut, dass er eine Frau sucht. Doch dann platzt eine Eilnachricht in ihren vertrauten Dialog und Grace erhält eine Drohung von ihren Verfolgern. Sie haben sie aufgespürt. Gerade als Amos sich öffnen wollte, verliert er den Kontakt. Aber er will ihr zur Hilfe eilen. Vielleicht hat Gott ihn dafür genau in diese Situation gebracht!?

Aber Grace will aufgrund der drohenden Gefahr niemanden in die Geschichte hinein ziehen, schnell will sie ihre Freundinnen warnen. Aber diese wollen sie nicht flüchten lassen, sie wollen der Gefahr die Stirn bieten. Sie wollen die gesuchten Dokumente der Justiz übergeben, aber Grace hat von ihrem Vater nur zwei Bücher übergeben bekommen und weiß nicht worin ihr Geheimnis liegt.

Einen humorvoll geschilderten Eselsritt später erreicht Amos das Städtchen und begibt sich auf die Suche nach Miss G. Doch dann trifft er erst mal auf Revolver Granny, die ihn gleich als Graces Verfolger im Verdacht hat und ihren Neffen rufen lässt. Prompt wird er inhaftiert und erst als Grace ihn an seinem Telegrafiestil erkennen kann, glaubt sie wirklich, dass sie ihm gegenüber steht. Sie erkennt in ihm seinen Mut und seine Integrität. Die spätere Ankunft eines gutaussehenden angeblichen Gesetzeshüters verkompliziert die Situation für die beiden.

Dann spitzt sich die Lage dramatisch zu, Grace ist in Gefahr, der Leser fiebert mit. Die Situation für die beiden ist verzweifelt. Doch mit vereinten Kräften, der Cast weist einige sehr mutige und aufopferungswillige Charaktere auf, kann der Bösewicht kalt gestellt werden. Grace und Amos können sich erleichtert in die Arme sinken.

Im Epilog folgt ein romantisches, herzergreifendes und glaubhaftes Happy End.

Die Autorin Karen Witemeyer hat für ihren Liebesroman „Heart on the Line“ zwei Protagonisten mit ausgefallenen Berufen kreiert. Das Buch wird von vielen für ihre Zeit schon neuzeitlicher und selbständiger denkenden Männern und Frauen bevölkert. Es kommen viele sympathische Nebenfiguren vor.

Den Beginn einer Freundschaft und mehr über eine Telegrafenleitung per Morsecode stattfinden zu lassen, finde ich eine außergewöhnliche Idee von Karen Witemeyer.

Die beginnende Beziehung zwischen Grace und Amos ist zurückhaltend, vorsichtig, zart und sanft angelegt. Es ist spannend der Aufklärung des Erbschaftsgeheimnisses zu folgen. Zusätzlich gibt es eine wunderbare „second romance“ zwischen Helen und dem angeschossenen Lee.

Fazit: Volle Punktzahl für einen wunderbaren, herzerwärmenden und spannenden Liebesroman.

5 von 5 Punkten

Inhalt:

Grace Mallory is tired of running, of hiding. But when an old friend sends an after-hours telegraph transmission warning Grace that the man who has hunted her for nearly a year has discovered her location, she fears she has no choice. She can’t let the villain she believes responsible for her father’s death release his wrath in Harper’s Station, the town that has sheltered her and blessed her with the dearest friends she’s ever known.
Amos Bledsoe prefers bicycles to horses and private conversations over the telegraph wire to social gatherings with young ladies who see him as nothing more than an oddity. His telegraph companion, the mysterious Miss G, listens eagerly to his ramblings every night and delights him with tales all her own. For months, their friendship–dare he believe, courtship?–has fed his hope that he has finally found the woman God intended for him. Yet when he takes the next step to meet her in person, he discovers her life is in peril, and Amos must decide if he can shed the cocoon of his quiet nature to become the hero Grace requires.

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