Rezension: Er wird töten von Eva Maria Fredensborg

Hier meine Bewertung zum Krimi „Er wird töten“ von Eva Maria Fredensborg, der im Juli 2017 bei Goldmann Taschenbuch erschienen ist. 384 Seiten, OT: Én gang morder

Das Buch beginnt unvermittelt damit, dass der Psychiater Ulrik Lauritzen einen Umschlag findet, der ein Foto des Serienmörders Karl Viklung enthält, genannt der Fotomörder. Beim Aufheben und Öffnen des Umschlages wird er von einer rätselhaften Unbekannten beobachtet.

Dann wechselt die Geschichte schlagartig zu dem dänischen Profiler Robert Strand, der gerade als Leiter mitten in einer praktischen Tatortübung steckt. Er wird eilig als Unterstützung nach Växjö abberufen, wo sich ein Mord nach einem ähnlichen Muster wie beim Fotomörder ereignet hat. Jedoch ist Karl Viklung schon viele Jahre tot. Nach seinem Geständnis und seiner Verurteilung beging er bald Selbstmord.

Am Tatort trifft Robert auf Nils Andersson, den Leiter der Ermittlungen und Arvid Jönsson, den Chef der Kriminaltechnik. Der erste Ansatzpunkt ist, die alten Fälle neu auf den Kopf zu stellen und ganz detailliert zu betrachten. Man geht von einem Nachahmungstäter aus und muss heraus finden, was ihn so an den damaligen Morden fasziniert hat und worin seine eigene Motivation liegt. Schon bald hat Robert das Gefühl, dass Ulrik ihm nicht alles gesagt hat. Seine Ermittlungen werden dadurch behindert, dass er alleine niemanden offiziell vernehmen darf, aber die Zusammenarbeit mit einem Partner lehnt er ab.

In wechselnden Kapiteln erfährt man parallel mehr von der fremden jungen Frau und ahnt stückchenweise immer mehr, was sie vielleicht für eine Rolle spielt. Dann kommt es von Ulrik zu einer überraschenden Reaktion. Die Verbindungen der einzelnen Beteiligten werden klarer und Robert stößt auf eine erste Spur.

Man erfährt viel über die Motivation und Vorgehensweise von Serienmördern, auch durch Roberts Zusammenarbeit mit einem befreundeten Spezialisten beim FBI.

Dann geschieht unerwartet, plötzlich und drastisch ein weiterer Mord, aber das Opfer ist keine Frau. Der Fall wird immer komplexer und die Verbindungen immer vielfältiger. Die Anzahl der möglichen Motive und Verdächtigen nimmt zu. Roberts Zusammenarbeit mit der örtlichen Polizei verläuft nicht optimal und seine persönlichen Verbindungen im Fall erweisen sich als problematisch.

Schlussendlich überrascht die Identität des Täters und es folgt ein dramatischer Showdown in den schwedischen Wäldern. Das Ende bleibt mir jedoch in einigen Punkten zu unklar und erscheint etwas wirr.

Das Buch „Er wird töten“ von Eva Maria Fredensborg zeichnet sich durch eine nüchterne, realistische, prägnante, auf den Punkt kommende Ausdrucksweise aus.

Fazit: Nüchterner schwedischer Krimi, der am Ende nicht ganz überzeugen kann.

3,5 von 5 Punkten

Inhalt:

Der Psychiater Ulrik Lauritzen ist gerade im schwedischen Småland angekommen, um einen Sommerkurs an der Universität in Växjö zu geben, als er einen mysteriösen Umschlag vor seinem Haus findet. Er enthält das Bild eines Serienmörders, der sich zwanzig Jahre zuvor das Leben genommen hat, während er in Ulriks Obhut war. Und auch der Mord an einer jungen Frau scheint auf den damaligen Killer hinzuweisen. Die Polizei bittet den dänischen Profiler Robert Strand um Hilfe, da dieser zur fraglichen Zeit ebenfalls bei der Gerichtspsychiatrie beschäftigt war. Und Robert weiß: Es wird es nicht bei dem einen Mord bleiben …

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2 Antworten zu Rezension: Er wird töten von Eva Maria Fredensborg

  1. lesefreudebook schreibt:

    Hallo!

    Das klingt ja nach einer recht komplizierte Geschichte. Ich tue mir ja immer etwas schwer mit den skandinavischen Schriftsteller.

    Das klingt ja nach einer recht komplizierte Geschichte. Ich tue mir ja immer etwas schwer mit den skandinavischen Schriftsteller.

    Das klingt ja nach einer recht komplizierten Geschichte. Ich tue mir ja immer etwas schwer mit den skandinavischen Schriftstellern.

    Liebe Grüße
    Sabrina

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